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![]() Joseph Beuys Dürer, ich führe persönlich Baader + Meinhof durch die Dokumenta V 1972 Leihgeber Sammlung Speck, Köln |
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| Zur Vorstellung des Terrors: Die RAF-Ausstellung Die KW Institute for Contemporary Art in Berlin haben vor zwei Jahren begonnen, eine Ausstellung zu erarbeiten, deren Ziel es ist, die Reflexionen zur Roten Armee Fraktion (RAF) in den Medien einerseits und den künstlerischen Positionen, die sich direkt oder indirekt mit der Geschichte der RAF auseinandersetzen andererseits, zu recherchieren und erstmalig gemeinsam zu präsentieren. Mehr als 100 Arbeiten von mehr als 50 internationalen Künstlern aus drei Generationen werden ebenso ausgestellt und dokumentiert wie die Berichterstattungen in den verschiedenen Presseorganen und literarische oder filmische Bearbeitungen des Themas. Die Diskussionen im Sommer 2003, wie auch schon frühere Debatten, etwa anlässlich der Premiere des Films "Die bleierne Zeit" von Margarethe von Trotta 1981 oder während der ersten Ausstellung des Zyklus "18. Oktober 1977" von Gerhard Richter 1989 im Museum Haus Esters in Krefeld und im Portikus in Frankfurt am Main, haben immer wieder gezeigt, dass die Geschichte der RAF für die Öffentlichkeit der Bundesrepublik ein Thema von besonderer Bedeutung ist. Dies spiegelt sich auch in der Vielzahl und Vielfalt der künstlerischen Arbeiten wider, die dieses Kapitel der Geschichte aufgreifen. Das kuratorische Prinzip und künstlerisch dokumentarische Konzept der Ausstellung trägt der Tatsache der in und durch Medien geformten Wahrnehmung der RAF in doppelter Weise Rechnung. Einerseits, indem sie diese mediale Präsenz zitiert und anhand von 29 Daten, die mit der Geschichte des Terrorismus der RAF in den 70er Jahren verbunden sind, beispielhaft Quellen dieser medialen Präsenz präsentiert. Hier ist zu sehen, was schon zu sehen war, und was in diesem "Gesehen Werden" die "Vorstellung des Terrors und die Vorstellung der RAF" für die bundesrepublikanische Gesellschaft ganz entscheidend geprägt hat. Die Zeit wird durch Quellen wie Titelseiten sowie wichtige, ausgesuchte Beiträge aus den Printmedien wie Bildzeitung, Spiegel, Stern, Süddeutsche Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung und durch Ausschnitte aus der Fernsehberichterstattung von ARD, ZDF und Aktueller Kamera dokumentiert. Andererseits und gleichzeitig wird für den Betrachter deutlich, dass die künstlerische Auseinandersetzung diese Wahrnehmung der medial erzeugten Realität vielschichtig ausdifferenziert sowie direkter und anders erfahrbar macht. Besonders eindrucksvoll und exemplarisch ist dies in einer Arbeit wie dem ?Atlas" von Gerhard Richter zu sehen. Die Tafeln 470-479, die sich mit dem Sujet RAF beschäftigen, sind keine ?Vorarbeiten" zum berühmten Zyklus ?18. Oktober 1977", sondern ein eigenständiges Werk, in dem die Spannung zwischen medialer Realität und künstlerischer Wahrnehmung, im objektiven wie subjektiven Sinne, in Erscheinung tritt. In diesem Sinne soll die Ausstellung zeigen, dass es gerade die künstlerischen Arbeiten sind, die über ihr ganz eigenes Verhältnis zu Geschichte und Gegenwart entscheidende Beiträge dazu leisten, dass das abstrakte ?Realitätszeichen RAF", wie Klaus Theweleit es bezeichnet, aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wird. Ziel ist es, diesen Öffentlichkeiten mit der Ausstellung das, was war, möglichst vielfältig zur Anschauung zu bringen und durch die Auswahl der Quellen und künstlerischen Arbeiten die durch die Medien strukturierte Wahrnehmungsmöglichkeit zu dokumentieren. 29. Januar 2005, 17 - 21 Uhr Ausstellungsorte Laufzeit: 30. Januar - 16. Mai 2005 St. Johannes-Evangelist-KircheAuguststraße 90 10117 Berlin Laufzeit: 30. Januar – 3. April 2005 Öffnungszeiten Eintritt Publikationen Farbe, deutsch, 280 Seiten Herausgeber: Klaus Biesenbach Nächste Station der Ausstellung an die Künstler der Auktion zur Unterstützung des Ausstellungsprojektes: Marina Abramovic, Doug Aitken, Francis Alÿs, Monica Bonvicini, Dinos und Jake Chapman, Thomas Demand, Andreas Gursky, Carsten Höller, Paul Pfeiffer, Ugo Rondinone, Lawrence Weiner und Jane und Louise Wilson sowie dem Schirmherr der Auktion, Bundesinnenminister a.D. Gerhart Baum. Mondriaan Foundation - Netherlands Culture Fund of the Dutch Ministries for Foreign Affairs and Education, Culture and Science Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung e-flux_______________________________________ Weitere Informationen: |
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