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EINLADUNG Moderne in Deutschland – Totalitäre Versuchung? Heinrich-Boell-Stiftung in Kooperation mit den KW Institute for Contemporary Art Dienstag, 10. Mai 2005 Galerie der Heinrich-Boell-Stiftung, Hackesche Hoefe, Rosenthalerstr. 40/41, 10178 Berlin mit Ist die politische Moderne in Deutschland von einer totalitären Versuchung begleitet? Die Sozialwissenschaften haben wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass zwischen Gesellschaft und Kultur der Moderne auf der einen Seite, sowie der Ausbildung einer spezifischen Form der „bürgerlichen Kälte“ (Adorno) auf der anderen, ein Zusammenhang besteht. Gerade die politische Moderne hat viele Instrumente zur Gewaltvermeidung und -domestizierung bereitgestellt; gleichzeitig ist in ihr eine signifikante Häufung von institutioneller und kollektiver Gewalt zu beobachten. In der retrospektiven Debatte über die deutsche Studentenrevolte steht die These von ihren totalitären Tendenzen der entgegengesetzten Interpretation gegenüber, wonach die Studentenbewegung ein Katalysator für den Anschluß der (west-) deutschen Gesellschaft an die politische Moderne des Westens war und damit den Bruch mit der NS-Vergangenheit vorangetrieben hat. Wie ist der politische Terrorismus seit den 1970er Jahren in diese Diskussion einzuordnen? Handelt es sich dabei um die Verirrung Einzelner oder die Fortsetzung einer „totalitären Versuchung“? War die RAF ein Bruch mit einer im Kern libertären, antiautoritären Bewegung oder die Fortsetzung ihrer ambivalenten Dynamik mit terroristischen Mitteln? |
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